Mittwoch, 19. September 2012

Ein Schock fürs Leben

Wie wenn es sonst nicht schon genug turbolent wäre in unserem Leben, habe ich gestern Abend eine Erfahrung machen müssen auf die ich gut und gerne verzichtet hätte.

Solche Fragen wie gestern Abend musste ich mir vor ein paar Wochen noch nicht stellen und nun auf einmal gehört wohl auch dies zu meinem Leben.

Gestern Abend kurz vor 23.00 Uhr (als ich eigendlich zu Bett gehen wolle) kam Timon nach Hause und rannte wie von einer Biene gestochen an mir vorbei ins Schlafzimmer unters Bett.
Wenn ich nicht die vielen Spuckflecken gesehen hätte die ihm aus dem Mund liefen, hätte ich gedacht, gut wieder Mal einer Nachbarskatze begegnet welche ihn vertrieben hat.

Als dann Lussi auch gleich noch Timon hinterher rannte und ich komische Geräusche aus dem Schlafzimmer kommen hörte, musste ich dann doch gleich nach sehen gehen und tatsächlich sass Timon unter dem Bett und ihm lief blutiger, dickflüssiger Schaum aus dem Mund. Er hatte weit aufgeschlagene Augen und war ganz nervös. Er würgte und kaute auch immer im Mund herum ohne was bissfestes im Mund zu haben.
Nach ein paar Minuten des guten zuredens, kam er unter dem Bett hervor und tigerte wie ein irrer in der Wohnung herum und schäumte was das Zeug hielt.

Mein Verdacht war natürlich sofort VERGIFTUNG. War ja auch naheliegend, hatte ich damals als ich in Schleitheim lebte zwei Mal solche Fälle von unserer Katze und dem kleinen Hund und es sah auch genau gleich aus. Unruhe, Schäumung, Blut, weit aufgerissene Augen, komische Bewegungen der Gliedmassen, Gras vom Feld gefressen.

Zum Glück konnte ich Timon nach einigen Minuten endlich einfangen, aber wirklich ins Mund sehen konnte ich nur schlecht da er sich sehr stark wehrte. Für eine Millisekunde habe ich dann gesehen das er aus der Zunge selbst blutet und bin dann davon ausgegangen, dass er wohl nicht vergiftet ist sondern sich auf die Zunge gebissen hat oder ihn irgend ein Heugümper, welche er mit Leidenschaft fängt, gepigst hat.

Mein Handy lag natürlich schon griff bereit und die Tierklinik AW ist sowieso immer noch in meinem Kurzspeicher, aber wenn er wohl wirklich vergiftet gewesen wäre, weiss ich nicht ob es zeitlich gereicht hätte um noch nach Oberentfelden zu fahren.

Ich habe ihm dann Notfalltröpfchen gegeben und ihn fest an mich gedrückt damit er sich beruhigen konnte und es war dann auch bald darauf Ruhe und er speichelte nicht mehr ganz so fest damit ich mich dann um 23.45 Uhr schlafen legen konnte und heute Morgen war er jedenfalls lebendig aber fressen will er nicht, das tut ihm weh auf der Zunge denke ich mal, er leckt einfach etwas die Sauce ab.

Was mich sehr erstaut hat in all dem Trubel das er einzige der wirklich ruhig war und sich einfach kauernd in eine Ecke legte und das ganze Spektakel beobachtete und etwas döste, Shiro war. Selbst Lussi ist wie ein "gepicktes Huhn" in der Wohnung herum gerannt, Shiro blieb cool wie ganz früher. Ob die Kinesologie wirklich so gut anschlägt? Aber dies ist ein Thema das wir ein anderes Mal vertiefen.

Mein Fazit: Umbedingt super guten TA in der Nähe suchen. Sofort wieder Arnica kaufen wenn man keine mehr hat :wall und mir das nächste Mal selber auch Notfall-Tröpfen geben nicht nur der aufgebrachten Katze :sternli

Ich hoffe er kann bald wieder fressen und hat seinen Schock gut überstanden, mein kleiner sensibler Schatz :herz



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