Ich habe mich schon des öfteren gefragt warum es in vielen Katzenfutter "Zucker" drin hat, wenn doch Katzen angeblich keinen Geschmacksnerv für Zucker und Süsses haben.
Dachte dann, dass es doch nicht stimmt und hab es wieder vergessen. Als ich heute erneut über solch eine Studie gestolpert bin sind meine Fragen wieder da gewesen.
Meine Katzen sind ja leider zu sehr verwöhnt geworden (mir selber auf die Finger hau) und haben immer Nassfutter mir Lockstoffen und manchmal eben auch mit Zucker erhalten. Ich bin sehr versucht davon weg zu kommen doch es ist leichter gesagt als getan. Timon verweigert mir dann strikt das Fressen und ist mit seinen 4.6kg (letzte Woche gewogen) sowieso schon an der untersten Grenze für seine Grösse und Shiro macht ein Affentheater wenn er nur gesundes Futter bekommt. Naja es ist ein ewiges Spiel und manchmal klappt es besser und manchmal schlechter.
Aber zurück zum eigentlichen Thema. Wenn ich meinen Katzen etwas süsses unter die Nase halte wird es tatsächlich nicht gewürdigt und nur geblustert und davon gelaufen. Komme ich aber mir salzigem oder sonst würzigen Sachen wird zumindest daran gerochen, hineingebissen und es abgeschlabbert und manchmal auch gefressen. Ist für mich also demnach nicht so logisch das man in Katzenfutter Zucker mischt wenn die Katzen es nicht schmecken und gesund ist es ja schon gar nicht.
Ich habe dafür keine direkte Erklärung.
Vielleicht müsste man Mal bei Sheba oder Whiskas Nachfragen, hihi...
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Hier noch die Studie in Bericht Form:
Wer jemals versucht hat, seine Katze mit Süßigkeiten zu bestechen, weiß: Stubentiger naschen nicht gern.
Forscher haben jetzt den Grund gefunden: Katzen können Süßes wegen eines Gendefekts gar nicht schmecken.
Katzen sind in vielen Dingen eigen.
Die Essvorlieben bilden hier keine Ausnahme: Während praktisch alle anderen Säugetiere ganz wild auf Zucker oder andere Süßigkeiten sind, interessieren sich Katzen überhaupt nicht für Naschereien.
Andere Geschmacksrichtungen – Bitter, Sauer, Salzig und “Umami”, die Reaktion auf bestimmte Aminosäuren – sind bei Katzen dagegen ähnlich ausgeprägt wie beim Menschen oder beim Hund.
Wissenschaftler vermuten daher schon länger, dass Katzen Süßes nur sehr eingeschränkt oder gar nicht wahrnehmen können.
Die Auswertung einer Studie ergab, dass tatsächlich eine wichtige Region des Gens im Katzenerbgut fehlt. Durch diese Veränderung wurde der Erbgutabschnitt funktionsunfähig, so dass seine Informationen nicht mehr in ein Eiweiß übersetzt werden können.
Die Folge ist ein funktionsunfähiger Rezeptor in den Geschmacksknopsen der Katzenzunge. Da diese Veränderung nicht nur Hauskatzen, sondern auch wilde Katzenarten wie Tiger und Geparden betrifft, hat sie sich wahrscheinlich schon relativ früh in der Evolution der Katzen entwickelt.
Geschmacksrezeptoren können nicht nur die Nahrungsvorlieben einer Art widerspiegeln, sondern können im Lauf der Evolution auch direkt von der Futterauswahl geprägt werden. Was jedoch Ursache und was Wirkung ist, ist nur schwer nachvollziehbar.
Als nächstes wollen Wissenschaftler daher untersuchen, ob die Katzen wegen ihrer veränderten Geschmacksknospen zu reinen Fleischfressern geworden sind oder ob die ständige proteinreiche und kohlenhydratarme Nahrung die Rezeptoren verändert hat.
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